29.04.26, 18 Uhr: „Die Erste, die ich kannte…“ – Lesbische* Lebenswelten zwischen 1945 und den 1980er Jahren
Veranstaltung im Hotel Silber. Eintritt frei. Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.
Hier in Kürze zu lesen: Interview zum universitären Forschungsprojekt „Zwischen Unsichtbarkeit, Repression und lesbischer Emanzipation – Frauenliebende* Frauen im deutschen Südwesten 1945 bis 1980er Jahre“
Stimmen, Erfahrungen und Kämpfe fehlten in den Archiven wie in der öffentlichen Erinnerung. Erst durch die beharrliche Arbeit engagierter Aktivist*innen in den 1970er Jahren wurde lesbische Geschichte zunehmend sichtbar. Ihren Spuren folgt das Forschungsprojekt „Zwischen Unsichtbarkeit, Repression und lesbischer Emanzipation – frauenliebende Frauen im deutschen Südwesten 1945–1980er Jahre“ der Universitäten Freiburg und Heidelberg.
Gemeinsam mit 29 Zeitzeuginnen wurden Stimmen und Erfahrungen lesbischer* Frauen in Baden-Württemberg sichtbar gemacht. Die Forschenden nahmen dabei sowohl politische und kulturelle Bereiche als auch die rechtlichen und privaten Normierungen sowie die medizinische Perspektive in den Blick. Hierfür wurden nicht nur tausend Patient*innenakten gelesen und diverse feministische Archive besucht, sondern auch über 120 Stunden mit Zeitzeug*innen gesprochen, gelacht und geweint. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit werden am 29. April 2026 im „Hotel Silber“ vorgestellt.
Im Mittelpunkt des Abends stehen die Erlebnisse und Gedanken der Zeitzeug*innen. Stellvertretend werden drei von ihnen von Katharina Thoms (Deutschlandradio) interviewt. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Chor „Musica Lesbiana“.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein musikalisches Hörspiel von Ute Reisner. Die Stimmen engagierter Weggefährtinnen der Klangkünstlerin vermitteln die politischen und gesellschaftlichen Erfahrungen sowie die persönlichen Erlebniswelten der im Projekt interviewten Zeitzeuginnen. Eingesprochene Zitate aus den Interviews mischen sich mit einem neu komponierten Soundtrack.
Kooperationspartner*innen: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Universität Heidelberg; das Projekt wurde durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziert.