* 23.9.1887 Burgdorf (Ostpreußen)

Wilhelm Papies wurde am 23. September 1887 in Burgdorf in Ostpreußen geboren und evangelisch getauft. Der verwitwete Arbeiter wohnte in Grombach in der Wirtschaft zur Krone.

Am 20. Dezember 1938 verurteilte den 51-Jährigen ein Gericht in Karlsruhe wegen „widernatürlicher Unzucht“ zu zehn Monaten Gefängnis, abzüglich von zwei Monaten Untersuchungshaft. Zur Strafverbüßung transportierte man ihn zunächst in das Gefängnis Freiburg und von dort am 28. April 1939 zur Schwerstarbeit in das Strafgefangenenlager Rodgau, Lager II, in Oberroden in Hessen. Dort beschrieb man ihn beim Zugang wie folgt: 1,68 m groß, kräftige Gestalt, als Bart Fliege, graue Augen und Glatze. Vorübergehend war er noch an einem nicht genannten Ort, denn man notierte zwei Zugangsnummern. Nach voll verbüßter Strafe entließ man ihn am 20. August 1939 aus Rodgau nach Grombach.

(Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Bestand G 30 Rodgau, Rodgau-Karteikarten.)

© Text und Recherche: Rainer Hoffschildt


pin3d428b  Der Pin auf der Gedenkkarte zeigt Bad Rappenau / Grombach, allgemein


Täterorte in Baden-Württemberg:
Gericht Karlsruhe
Gefängnis Freiburg

Weiterer Täterort:
Strafgefangenenlager Rodgau