In der Geschichtswerkstatt Degerloch, Große Falterstraße 4, wird am Sonntag, den 14. April 2024 um 11 Uhr die Ausstellung „Opfer der NS-Militärjusitz – Hinrichtungen auf der Dornhalde“ eröffnet, die über die Lebensgeschichte einiger der bislang bekannten 31 Opfer berichtet.
Friedhofsführungen (Dauer ca. zwei Stunden) werden am 12. Mai 2024 und am 13. Juli 2024, jeweils um 11 Uhr, angeboten. Start ist am Haupteingang Dornhaldenfriedhof. Von dort geht es zur Stelle, wo der Maschinengewehr-Schießstand war, und dann weiter zum Waldfriedhof, wo 18 der Hinrichtungsopfer beerdigt sind.

Einer der Hingerichteten war der Schutzpolizist Josef Martus, der 1942 wegen seiner Homosexualität zum Tod verurteilt und auf der Dornhalde deswegen erschossen wurde. In 2017 hatten wir auf unserer digitalen Gedenkkarte über das Schicksal von Martus berichtet (siehe https://der-liebe-wegen.org/?profil=josef-martus). Zum damaligen Zeitpunkt war uns der Ort seiner Hinrichtung nicht bekannt. Dr. Betram Maurer, der Ansprechpartner der Ausstellung, hat hier weiter recherchiert und wichtige Dokumente aufgefunden, die nun in der Ausstellung gezeigt werden.

Die Ausstellung ist jeweils Sonntags von 11 bis 17 Uhr bis zum 28. Juli 2024 geöffnet. Mitveranstalter*innen der Ausstellung sind die Initiative Lern- und Gedenkort „Hotel Silber“ e. V. und Die AnStifter.